Longaniza de Graus KI-generiert

Longaniza de Graus

Auch bekannt als: Wurst aus Graus

Ribagorza, Aragón, Spanien

KI-Entwurf

Eine rosa Schweinswurst aus Graus, einer Stadt im aragonesischen Vorland der Pyrenäen, zum Hufeisen gebunden und frisch oder luftgetrocknet verkauft. Die Farbe verrät ihre wichtigste Regel: kein Paprika, was sie von den roten Chorizos im übrigen Spanien und von der chilenischen Longaniza trennt. Mindestens 70 % der Füllung sind mageres Schweinefleisch. Die Würzung wechselt von Haus zu Haus, mit Pfeffer und Salz als Basis und einer Mischung aus Oregano, Muskat, Nelke, Anis oder Süßwein. Drei Betriebe stellen sie unter einer gemeinsamen Kollektivmarke her, und einmal im Jahr grillt die Stadt auf der Straße eine einzige Wurst von fast einem Kilometer Länge.

Geschichte

Das Rezept entstand bei den Hausschlachtungen, deshalb gibt es keine einzige verbindliche Formel. Gemeindeakten belegen Melsa als Metzgerei ab 1860, und Melsa, Aventín und Casa Maella sind bis heute die drei Hersteller. 1991 hielt die Stadt die erste Ausgabe dessen ab, was zur Fiesta de la Longaniza wurde. 1996 füllten die Hersteller eine Wurst von 505,47 Metern und 339 Kilo, die Guinness World Records bestätigte. Das Grillen auf kleinen Rosten dauerte bis in die frühen Morgenstunden, also baute Graus im Jahr darauf einen Grill von 25 Quadratmetern, den ein Teleskopkran wendet. Später gründeten die Hersteller einen Verband, ließen Longaniza de Graus als Kollektivmarke eintragen und schrieben Qualitätsregeln fest. Die Regierung von Aragón erklärte das Fest 2013 zum Fest von touristischem Interesse. Am 25. Juli 2026 maß die 35. Ausgabe ein neues längstes Stück: 915,86 Meter.

Zutaten

Mageres Schweinefleisch, mindestens 70 %Schweinebauch, Backe oder Speck, höchstens 30 %Salz und PfefferOregano, Thymian oder Rosmarin, je nach HerstellerMuskat und NelkeAnis oder SüßweinNaturdarm vom Schwein

Zubereitung

Die Hersteller würzen mageres Schweinefleisch und fettere Stücke mit ihrer eigenen Mischung ohne Paprika und füllen die Masse in Naturdarm von einheitlichem Kaliber. Die Wurst wird zu einem Hufeisen von 20 bis 70 cm Länge gebunden. Frische Longaniza ruht einige Tage und kommt dann auf den Grill, in die Pfanne oder in den Ofen. Die gereifte Version hängt monatelang an der Luft und wird roh in Scheiben bei Zimmertemperatur gegessen. Melsa verkauft außerdem eine leicht getrocknete Oreada, an deren Rezept das Haus zweieinhalb Jahre arbeitete.

Geschmack

Zuerst kommt das Schweinefleisch, dann schwarzer Pfeffer und die warmen Noten von Muskat und Nelke. Ohne Paprika fehlen Rauch und Paprikasüße, darum lassen sich die Kräuter und ein allfälliger Wein gut herausschmecken. Jedes der drei Häuser schmeckt etwas anders.

Textur

Fest, mit grob gewolftem hellrosa Fleisch und weißem Fett. Der Naturdarm bräunt auf dem Grill in Streifen. Gereifte Longaniza wird dicht und schnittfest.

Rituale & Traditionen

So macht man es

Die Haut an gereiften Stücken lassen

José Luis Romeo von Melsa empfiehlt, die gereiften Produkte des Hauses mit der Haut zu essen, samt Schimmel.

Tradition

Der letzte Samstag im Juli

Frauen des Vereins Santa Águeda füllen am Nachmittag die Wurst, und gegen acht Uhr beginnt der Riesengrill in der gesperrten Straße. Alle warten auf das Wenden per Kran. Die Portionen sind gratis.

Auf der Karte

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